Folge 004: Du kannst dein Kind nicht retten, nur begleiten
Shownotes
Zu sehen, wie das eigene Kind leidet, und das Gefühl zu haben, nichts tun zu können – das ist für viele Mütter kaum auszuhalten.
Man versucht zu motivieren, zu erklären, Lösungen zu finden. Und trotzdem verändert sich oft nichts. Manchmal entsteht sogar mehr Druck – und die Situation wird belastender.
In dieser Folge geht es um diese schmerzhafte Erkenntnis: Du kannst dein Kind nicht retten.
Du erfährst:
warum der Wunsch, dein Kind „herauszuholen“, so verständlich ist weshalb dieser Druck die Situation oft noch schwieriger macht was es bedeutet, dein Kind zu begleiten, statt es verändern zu wollen und wie Begleitung im Alltag konkret aussehen kann
Themen aus der Folge:
Rückzug und Handy kleine, machbare Schritte im Alltag (z. B. Aufstehen, Essen, Struktur) Grenzen setzen trotz Erkrankung
Ein Gedanke aus dieser Folge: Du kannst dein Kind nicht retten. Aber du kannst an seiner Seite bleiben.
Wenn du merkst, wie schwer es dir fällt, loszulassen und die Situation auszuhalten, begleite ich dich gerne ein Stück auf diesem Weg. Du kannst dir hier ein kostenloses Erstgespräch buchen:
Wenn du merkst, wie schwer es dir fällt, loszulassen und die Situation auszuhalten, begleite ich dich gerne ein Stück auf diesem Weg. Du kannst dir hier ein kostenloses Erstgespräch buchen:
https://dianafrey78.youcanbook.me
Ich freue mich, wenn du den Podcast abonnierst und auch in der nächsten Folge wieder dabei bist.
Transkript anzeigen
00:00:04: Hallo liebe Mamas, willkommen bei Ganzheitlich Stark
00:00:08: dem Podcast
00:00:10: für mütter psychisch erkrankter Kinder die sich wieder mehr Energie, Vitalität und Lebensfreude in ihrem Alltag wünschen.
00:00:18: Ich bin Diana frei selbst Mama eines psychisch Erkrankten Kindes.
00:00:24: ich weiß aus eigener Erfahrung wie herausfordernd kräftezehrend und einsam dieser Weg sein kann Und wie überwältigend sich vieles anfühlt.
00:00:34: In diesem Podcast geht es darum, zu informieren, aufzuklären und Verständnis zu schaffen – für dein Kind, für eure Situation und vor allem für dich!
00:00:44: Du bekommst hier Impulse, Orientierung und ganzheitliche Ansätze die dich körperlich emotional und mental stärken, damit
00:00:53: du nicht nur funktionierst
00:00:55: sondern Schritt-für-Schritt wieder in deine Kraft
00:00:57: zurückfindest.
00:00:58: Schön dass du hier bist!
00:01:03: Auch in der letzten Folge haben wir darüber gesprochen, wie schwer es für eine Mutter ist ihr Kind leiden zu sehen.
00:01:10: Du siehst jeden Tag, wie er sich gewählt und du stehst daneben und kannst scheinbar nichts tun.
00:01:15: Als Mutter stellst du dir immer wieder diese eine Frage Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben meinem Kind zu helfen Ein Mittel?
00:01:23: Eine Therapie?
00:01:24: Irgendetwas.
00:01:26: Warum gibt es nicht eine Lösung damit es meinem Kind endlich wieder besser geht damit es ein normales Leben führen kann, so wie andere Kinder auch.
00:01:35: Nicht sehnlicher möchtest du und wünschst dir als dass dein Kind wieder lacht – Du möchteste es fröhlich sehen!
00:01:41: Doch stattdessen kämpft es mit sich selbst, mit seinen eigenen Gefühlen und seinem Leben.
00:01:47: Und dann kommt irgendwann die harte Realität.
00:01:50: Obwohl du motivierst, erklärst, antreibst und immer wieder nach neuen oder anderen Lösungen sucht verändert sich die Situation oft nicht.
00:01:59: Manchmal wird sie sogar dadurch noch schwieriger.
00:02:02: Je mehr du versuchst zu helfen, desto mehr Druck entsteht nämlich auch und manchmal wird es sogar eure Beziehung belastet.
00:02:11: Und dann kommt die bittere Wahrheit Du kannst dein Kind nicht aus seiner Depression oder aus seiner Lethargie herausziehen.
00:02:19: Der Wunsch nach Veränderungen muss aus deinem Kind selbst kommen.
00:02:23: Es muss selbst bereit sein Hilfe anzunehmen.
00:02:26: Es muss die Kraft finden einen ersten Schritt zu gehen.
00:02:30: Und genau diese Erkenntnis ist für viele Mütter unglaublich schwer auszuhalten.
00:02:35: Sie macht uns ohnmächtig, sie macht uns hilflos – wir fühlen uns überfordert!
00:02:41: Vielleicht kennst du diese Gefühle auch?
00:02:43: Du möchtest weinen und schreien.
00:02:46: Manchmal möchteste dein Kind einfach Bach rütteln weil du es nicht mehr ertragen kannst so leiden zu sehen.
00:02:53: Und gleichzeitig fühlst du dich aber schuldig.
00:02:55: Du denkst vielleicht, du hast als Mutter versagt.
00:02:58: Du würdest am liebsten aus deiner Haut heraus – einfach weg aus dieser Situation!
00:03:03: Doch du kannst nicht.
00:03:05: Stattdessen siehst du da, traurig verzweifelt und hält weiter aus.
00:03:10: Und trotzdem bleibst du.
00:03:12: Du bleibste an der Seite deines Kindes.
00:03:15: Und du versuchst die Hoffnung trotz allem nicht aufzugeben Denn irgendwann kommt diese wichtige Erkenntnis.
00:03:21: Du kannst dein Kind nicht treppen Aber du kannst es begleiten.
00:03:26: Und Begleiten bedeutet da zu sein, zuzuhören wenn dein Kind reden möchte oder auch zu schweigen und Abstand zu geben, wenn es gerade seinen eigenen Raum braucht.
00:03:38: Begleitend bedeutet aber auch die Hoffnung zu halten – selbst dann, wenn sich die Situation gerade aussichtslos anfühlt.
00:03:46: Und gleichzeitig bedeutet begleiten auch Grenzen zu setzen Denn eine Erkrankung kann nicht für alles eine Entschuldigung sein.
00:03:55: Gewisse Strukturen und Regeln bleiben trotzdem wichtig.
00:03:59: Ein Beispiel, mit dem viele Eltern kämpfen ist das Thema Handy.
00:04:03: Viele Jugendliche flüchten sich in die virtuelle Welt um ihre Probleme zu vergessen Doch dadurch entfernen sie sich noch weiter von der realen Welt.
00:04:13: Oder das Thema Tagestruktur Viele Jugendlichen bleiben den ganzen Tag im Bett.
00:04:19: Gerade bei Depressionen ist das häufig, doch selbst kleine Dinge können hier wichtig sein.
00:04:26: Dazu gehört zum Beispiel es aufstehen – das Zähne putzen oder auch regelmäßig essen oder das Zimmer zu lüften.
00:04:35: Das sind nur kleine Schritte aber in dieser Situation können sie sich oft riesig anfühlen.
00:04:41: und gleichzeitig darfst du als Mutter aber auch anerkennen Du kannst nicht alles kontrollieren Auch wenn du es dir noch so sehr wünschst.
00:04:51: Du darfst die Verantwortung abgeben, die du sowieso nicht tragen kannst und sobald du das erkennst wird innerlich oft vieles leichter.
00:05:00: Es entsteht für dich ein wenig mehr Raum zum Atmen.
00:05:03: Manchmal bedeutet Frieden auch Dinge zu akzeptieren, die wir nicht ändern können Und deshalb ist meine Botschaft für Dich in dieser Folge Aber du kannst das begleiten.
00:05:19: Mit deiner Liebe, mit viel Geduld und mit der Gewissheit.
00:05:24: Du bist da – und Du bleibst da!
00:05:27: Und genau das ist für dein Kind oft viel wertvoller als Du vielleicht glaubst.
00:05:32: Danke dass Du heute dabei warst.
00:05:35: Wenn Du Dir persönliche Unterstützung wünschst findest Du in den Show Notes den Link zu einem kostenlosen Erstgespräch.
00:05:42: Dort schauen wir gemeinsam auf Deine Situation Klären deine Fragen und finden heraus, wie ich dich auf deinem Weg gezielt unterstützen kann.
00:05:52: Ich freue mich wenn du auch in der nächsten Folge von Ganzheitlich Stark wieder dabei bist!
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